Zugpatenschaften und mehr
Natürlich ist unsere wichtigste Aufgabe, dass wir Sie sicher und zuverlässig an Ihr Ziel bringen. Darüber hinaus wollen wir auch den Kontakt mit Ihnen, unseren Kunden, fördern – Ihre „Eisenbahn zum Anfassen“ sein. Aus diesem Grund engagieren wir uns sowohl in als auch für die Region, z. B. durch die Unterstützung örtlicher Vereine wie hier in Egling:

Patenschaften:
Oder durch die Zusammenarbeit mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden, die sich auch durch die Übernahme von Zugpatenschaften ausdrückt. Bisher stehen Augsburg, Eichstätt, Eresing/St. Ottilien, Geltendorf, Hohenpeißenberg, Mering und Schrobenhausen Pate für einen LINT. Achten Sie einmal darauf, wenn Sie mit der BRB unterwegs sind. Sie erkennen die „Patenkinder“ an den jeweiligen Wappen mit entsprechendem Schriftzug rechts und links vom Führerstand.
Gemeinsam mit den Bürgermeistern wurde jedesmal feierlich das Wappen enthüllt. Anschließend erhielten die Züge, Reisenden und Mitarbeiter der BRB den geistlichen Segen beider Kirchen. Und dabei ging es sowohl heiter als auch besinnlich zu. Wir haben einige Eindrücke und die Bedeutung der Wappen, die sich auch im Innenraum des jeweiligen Zuges finden, für Sie hier zusammengefasst.
Augsburg - der VT 210
Das Augsburger Stadtwappen stellt eine grüne Zirbelnuss auf einem korinthischen Kapitell in einem rot-weiß geteilten Schild dar. Ursprünglich zeigte das erste bekannte Stadtsiegel eine zweitürmige Burg mit weit geöffnetem Tor, darüber einen sechszackigen Stern und davor eine spitze Thuja, den Lebensbaum. Die Deutung des Stadtwahrzeichens als Lebensbaum war lebendig zu Zeiten des jungen Königs Heinrich, Sohn des Staufers Friedrich II., der Augsburg eine "urbs regia" nannte.
Das zweite bekannte Stadtsiegel, dessen ältester, leider nur bruchstückweise erhaltener Abdruck an einer im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München befindlichen Urkunde aus dem Jahre 1260 hängt, zeigt statt des Lebensbaums im offenen Tor der zweitürmigen Burg mit dem Stern und darüber die "Stadtber" in der Form einer Weintraube auf geschwungenem Fuß mit Knauf, wie das Sanctissimum im Tabernakel. "Stadtber" ist die älteste vom Rat der Stadt selbst verwendete Bezeichnung für das Stadtwahrzeichen. Trotz des späteren Aufkommens des Pinienzapfens im Stadtwappen blieb die "Stadtber" (später auch Stadtpyr) als Weintraube bis in das 18. Jahrhundert hinein bestehen. Im Jahre 1439 erhielt das Stadtsiegel eine reichere spätgotische Form.
Die Humanisten setzten eine Änderung der Form der "Stadtber" durch. Sie sahen die bei Ausgrabungen zahlreich gefundenen Pinienzapfen (Zirbelnüsse), die in der Antike beliebten architektonischen Bekrönungen der Bauwerke und Denkmäler, als Vorbild für die Renaisseanceform des Stadtwappens an. Diese Steinzapfen wurden früher als Marksteine für die Freiung der Stadt verwendet. Mit dem Ende der Reichsstadt Augsburg im Jahr 1806 hat die Traube der Zirbelnuss auf dem korinthischen Kapitell im Wappenschild den Platz geräumt.
Eichstätt - der VT 234
Auf dem grünen Boden steht ein silbernes, von zwei Türmen flankiertes Stadttor und dahinter ein grüner Eichbaum mit goldenen Eicheln vor rotem Hintergrund. Die Abbilldung der Stadtmauer bezieht sich auf die Erhebung von Eichstätt zur Stadt. Da man den Namen "Eichstätt" als "Eichenstätte" deutete, wurde in das Wappen eine Eiche aufgenommen. Somit ist das Eichstätter Wappen also ein „redendes Wappen", das den Namen des Ortes erklärt. Bereits im Jahr 1256 wurde das Wappen in einem Siegel der Stadt erwähnt. Das älteste erhaltene Siegel findet sich an einer Urkunde vom Jahr 1304 und zeigt das Wappen von Eichstätt.
Eresing/St. Ottilien - der VT 217
Eresing:
„Das Wappen zeigt unter der stumpfen, goldenen Spitze ein blaues Ulrichskreuz und darüber in Schwarz zwei schräg gekreuzte goldene Streitkolben mit silbernen Griffen. Die Streitkolben waren das Wappen der 1568 erloschenen ortsadeligen Herren von Eresing. Das Kreuz deutet zugleich auf den Patron der Pfarrkirche und das im Gemeindegebiet gelegene Kloster St. Ottilien hin.“
St. Ottilien:
„Lumen caecis - Licht den Blinden“ lautet der Wappenspruch von St. Ottilien. „Die fünf Arme des Leuchters versinnbildlichen die fünf Erdteile. Das Licht Christi soll in den fünf Erdteilen aufleuchten gemäß dem Auftrag Jesu: "Geht hinaus in die Welt und verkündet die Frohe Botschaft allen Geschöpfen." Dabei steht das Wort "blind" im Sinne der Verkündigung: die Botschaft geht an alle Menschen, die diese noch nicht kennen. So wurde der Auftrag des neuen Missionsklosters 1887 zusammengefasst. Der Ursprung des Wappens geht auf die hl.Ottilia zurück, die blind geboren wurde und bei der Taufe das Augenlicht erhalten haben soll. Dem entsprechend hat der Gründer der Erzabtei St. Ottilien, Pater Andreas Amrhein, das ehemalige Schloss Emming auf St. Ottilien umbenannt.“
Geltendorf - der VT 216
Das vordere Feld mit dem blauen Schräglinksbalken in Silber gibt das Stammwappen der Herren von Pflaumdorf (Phlaundorf) wieder, die wegen ihres Grundbesitzes und ihrem Patronatsrecht über die Pfarrkirche die spätmittelalterliche Geschichte von Geltendorf prägten. Sie besaßen im Gemeindegebiet Rechte sowie Güter und hatten bis 1408 auch das Patronatsrecht über die Kirche von Geltendorf inne. Dann übertrug Johannes der Pflaumdorfer das Patronatsrecht an den Stadtrat von Friedberg. Daher werden im hinteren Feld mit dem roten Tatzenkreuz auf einem Sechsberg die Elemente aus dem Wappen der Stadt Friedberg dargestellt. Genehmigt wurde das Wappen im Jahr 1968.
Hohenpeißenberg - der VT 224
Das Hohenpeißenberger Wappen verbindet geschichtliche Symbole mit der heutigen Zeit. Der sitlisierte, bewurzelte Baum erinnert an das Wappen (Buche) des einstigen Augustinerchorherrenstiftes Rottenbuch, mit dem Ort und Wallfahrt Hohenpeißenberg seit ihren frühesten Anfängen auf das engste verbunden waren. Hammer und Schlägel als die in der Heraldik allgemein üblichen Bergwerkssymbole sollen den einstigen Charakter des Ortes als Sitz eines bedeutenden Bergwerks betonen. Mit der Farbgebung – Silber für Baum und Werkzeug, Blau als Feldfarbe – wird zugleich auf die Zugehörigkeit zu Bayern verwiesen.
Mering - der VT 212
Am 29. März 1838 erhielt Mering durch seine Majestät König Ludwig I. sein Wappen. Gleichzeitig wurde auch gestattet, dieses Wappen im Siegel zu führen. Da weder Wappen noch Siegel benutzt wurden, gerieten sie zuerst in Vergessenheit, anschließend glaubte man sie verloren. Nach vieljährigen Bemühungen des damaligen Bürgermeisters, Kommerzienrat Clemens Wohlgeschaffen, wurde das Wappen wieder entdeckt. Der königlich bayerische Reichsherold beschreibt am 15. Februar 1912 das Wappen wie folgt: "Der Schild zeigt eine durchgehende, mit den Zinnen in das goldene Schildeshaupt hinein ragende silberne Mauer mit einer bis zum Schildeshaupt aufsteigenden Spitze, in welcher ein gestürztes Hunnenschwert erscheint." Die Zinnen beschreiben eine alte Welfenburg, die sich damals in Mering befand. Im Jahr 1808 wurde ein Schwert gefunden, welches man damals fälschlicherweise für ein Hunnenschwert hielt. Der Verbleib des Fundstücks ist unbekannt. Anlässlich der Markterhebung 1912 wurde dann mit dem Schwert auf die Lechfeldschlacht Bezug genommen. Das Schwert wird heute mit der Spitze nach unten dargestellt, um den Sieg der deutschen Stämme unter König Otto über die Magyaren zu symbolisieren. Heute weiß man, dass die dargestellte Schwertform eher einem Türkensäbel entspricht.
Schrobenhausen - der VT 232
Das Schrobenhausener Wappen ist geteilt, oben in Gold ein rot gekrönter schwarzer Bärenkopf, unten die blau-silbernen Wecken. Zum ersten Mal ist das Schrobenhausener Wappen auf einem städtischen Siegel aus dem Jahr 1328 überliefert. Das Wappentier wird als Bärenkopf gesehen, doch schließen Heraldiker nicht aus, dass es sich ursprünglich auch um einen Löwen gehandelt haben könnte. Die blau-silbernen Wecken („Rauten“) stammen ursprünglich von den Grafen von Bogen und wurden später von den Wittelsbachern übernommen. Sie deuten auf die enge Zugehörigkeit Schrobenhausens zum Herrschaftsgebiet der Wittelsbacher Herzöge hin.
Zuletzt aktualisiert 19.07.2010