
Die Bedeutung des Meringer Wappens:
Am 29. März 1838 erhielt Mering durch seine Majestät König Ludwig I. sein Wappen. Gleichzeitig wurde auch gestattet, dieses Wappen im Siegel zu führen. Da weder Wappen noch Siegel benutzt wurden, gerieten sie zuerst in Vergessenheit, anschließend glaubte man sie verloren. Nach vieljährigen Bemühungen des damaligen Bürgermeisters, Kommerzienrat Clemens Wohlgeschaffen, wurde das Wappen wieder entdeckt. Der königlich bayerische Reichsherold beschreibt am 15. Februar 1912 das Wappen wie folgt: "Der Schild zeigt eine durchgehende, mit den Zinnen in das goldene Schildeshaupt hinein ragende silberne Mauer mit einer bis zum Schildeshaupt aufsteigenden Spitze, in welcher ein gestürztes Hunnenschwert erscheint." Die Zinnen beschreiben eine alte Welfenburg, die sich damals in Mering befand. Im Jahr 1808 wurde ein Schwert gefunden, welches man damals fälschlicherweise für ein Hunnenschwert hielt. Der Verbleib des Fundstücks ist unbekannt. Anlässlich der Markterhebung 1912 wurde dann mit dem Schwert auf die Lechfeldschlacht Bezug genommen. Das Schwert wird heute mit der Spitze nach unten dargestellt, um den Sieg der deutschen Stämme unter König Otto über die Magyaren zu symbolisieren. Heute weiß man, dass die dargestellte Schwertform eher einem Türkensäbel entspricht.